1. Grundlagen
1.1. der Beginn
1.2. vom Hören
2. Gedanken zur Arbeit mit Klängen
2.1. Disharmonien
2.2. Klang und Information
2.3. Naturklang, Einklang
3. die Klangkörper Therapie
3.1. Heilen mit Klängen
3.2. über die Klangbilder
3.3. auf-hören
3.4. das Erstellen von Hörbildern
3.5. das Hören
3.6. Anwendungsbereiche
4. weitere Gedanken
1. Grundlagen
"Im Grunde gibt es zwei kosmische
Wahrheiten: Klang und Nicht-Klang.
Nun aber ist es so, daß der innere Klang
nur durch den äußeren Klang offenbar wird.
Dies also ist der Weg."
Upanischaden
1. 1. der Beginn
Wenn ein Mensch das Licht der Welt zum ersten Mal erblickt, dann kann er es nicht mit seiner ganzen Sehkraft wahrnehmen. Das Bild erscheint nur schemenhaft und ungenau. Die erste Wahrnehmung seiner Umwelt erlebt das Neugeborene durch das Hören. So müsste es besser lauten, der Mensch erhört zum ersten Mal das Licht der Welt. Das Hörorgan ist das erste Sinnesorgan, das der Fötus im Mutterleib ausbildet und mit wenigen Wochen schon beginnt man, die Welt zu hören. Das Hören übernimmt schon im Mutterleib die Funktion der Orientierung und der Wahrnehmung. Das Ungeborene lernt die Menschen in seiner Nähe und seine Umgebung über das Hören kennen. Deshalb reagiert das Neugeborene auch nur auf die Stimme der Mutter, die es ja bereits kennt, und nicht auf ihm unbekannte Stimmen.
Seit vielen Jahren wissen wir, dass die Welt Klang ist. Harmonikale Gesetze sind es, die Proportionen der Obertonreihe, denen Planetenbahnen, Blattformen und Körperformen gehorchen. In der Struktur der Kristalle ebenso wie auch in den Proportionen der DNS-Gene finden sich diese Proportionen wieder.
Es gibt ihn nicht, den Fisch, der stumm ist. Und der Klang einer Rosenknospe, die sich zur Blüte öffnet, gleicht einer Toccata von Bach. Jede Pflanze, jeder Halm hat seinen eigenen Klang. Neuere Forschungsergebnisse haben auch ergeben, dass Pflanzen auf einer Wiese, auf dem Feld, im Wald verkümmern, wenn sich ihre Schwingungen, also ihre Klänge, disharmonisch zu denen, in ihrer Nachbarschaft wachsenden Pflanzen verhalten.
Die Welt, man kann sogar sagen das Leben, ist Klang. Jede unserer Körperzellen benötigt Raum, wo sie sich harmonisch mit Schwingungen anderen Lebens verbinden kann.
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1. 2. vom Hören
Noch vor dem eigentlichen Hören hat unser Ohr eine überaus wichtige Funktion zu erfüllen: unser Gleichgewicht zu überwachen. Der dafür zuständige Teil des Innenohres hat jeden Muskel unseres Körpers unter Kontrolle. Jeder Muskel steht über das Rückenmark mit dem Nerv des Gleichgewichtsorgans in Verbindung. Unser Körpergefühl sitzt somit im Ohr: Verteilung von Spannungen im Körper, Verkrampfungen oder Schlaffheit, Muskeltonus, Haltung, Motorik und Feinmotorik werden durch das Ohr als Kontrollorgan reguliert . Das Ohr ist auch der größte Stimulansgeber an unser Gehirn. Kein anderes Organ sorgt für einen derart intensiven "Datenfluss" zum Gehirn wie unser Hörorgan.
Das Ohr ist auch unser einziges Organ, das transzendiert. Insofern die Schnecke im Innenohr eine Spirale ist, transportiert sie Vibrierendes und Fühlbares in offenen, steigenden - und zwar letztlich bis in die Unendlichkeit steigenden - Kurven heraus aus der Welt des Materiellen (J. E. Berendt).
Die großen Komponisten hörten ihre Werke bereits als sie auf die Partitur blickten. Somit konnten sie auch dann noch Komponieren, als sie durch Krankheit bereits taub waren. Wir können also nach innen und nach außen hören, Schwingungen in uns und um uns wahr-nehmen. Die Grenze zwischen Hörbarem und Unhörbarem ist somit nicht wirklich zu definieren.
Solange wir die verschiedensten Kulturen zurückverfolgen können, hat es immer eine Art Volksmedizin gegeben, die sich der, in der jeweiligen Umgebung wachsenden, Heilkräuter bediente. Die immense Anzahl dieser Pflanzen, ihre differenzierten Anwendungsgebiete und die verschiedenartige Zubereitung lassen es als unmöglich erscheinen, dass die heilende Wirkung der jeweiligen Pflanze durch Zufall oder durch Ausprobieren erfahren wurde. Vielmehr trifft die Vermutung zu, dass die Schwingungen, also die Klänge der Pflanzen und auch der Menschen leichter wahrgenommen werden konnten. Man konnte also eine disharmonische Schwingung erkennen, eigentlich erhören, und somit auch ausgleichende, harmonisierende, in Form einer notwendenden Heilpflanze, ausfindig machen.
Zu allen Zeiten haben Menschen eine Sehnsucht nach dem Spirituellen, nach Wahrheit und nach dem Transzendenten gespürt. Am Höhepunkt einer Entwicklung, deren Ausgangspunkt der Beginn des sogenannten naturwissenschaftlichen Zeitalters war, ist uns diese Sehnsucht fast abhanden gekommen. Da wir den Zugang zu unserer inneren Stimme, zur inneren Erkenntnis verloren haben, wurde unser Handeln und Denken immer mehr abhängig von äußeren, rational prüfbaren Erkenntnissen.
Wir kamen vom Hören und gingen zum Sehen. Das Sehen lehrt uns teilen, das Hören verbindet uns mit den anderen, mit der Natur, aber auch mit unserem innersten Wesenskern und lehrt uns, zusammenzuführen. Wir sind nicht All-eins mit uns und mit der Welt, die uns umgibt, sondern haben uns geteilt, getrennt und vereinzelt.
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Die verborgene Harmonie
ist mächtiger
als die offensichtliche
2. Gedanken zur Arbeit mit Klängen
2.1. Disharmonien
Wir hatten bereits das Beispiel der Pflanzen, die nur dann gut gedeihen, wenn ihre eigene Schwingung harmonisch zu der ihrer Umgebung paßt. Bei den Planeten ist dies noch deutlicher zu beobachten. Die Planetenbahnen beruhen auf den Abständen, auch Intervallen genannt, der Obertonreihe, also der in der Natur vorkommenden Tonleiter. Dies wurde schon von Kepler entdeckt, der in diesem Zusammenhang sprach: Gib dem Himmel Luft und es wird wirklich und wahrhaftig Musik erklingen. Planeten, deren Bahn sich verändert, und somit die harmonikalen Proportionen nicht mehr gelten, implodieren oder verglühen innerhalb kurzer Zeit (Hans Kayser).
Wie verhält es sich nun beim Menschen. Wie reagiert unser Körper, wenn unsere eigene Schwingung Disharmonien mit den Klängen unserer Umgebung hervorbringt? Und wie verhält es sich, wenn manche unserer Organe, deren Proportionen ja ebenfalls den harmonikalen Gesetzen gehorchen, nicht im harmonischen Klang mit anderen Teilen unseres Körpers aufgehen können?
Mit einem Akkord, der disharmonische Klänge beinhaltet, können wir schmerzverzerrte Gesichtszüge bei den zuhörenden Menschen auslösen. Obwohl diese Disharmonien ja keineswegs Schmerz im herkömmlichen Sinne hervorrufen, scheint die Gesichtsmimik den gleichen Ausdruck verwenden zu müssen. Sind uns jedoch vielleicht Disharmonien in unserem Körper und die von ihnen ausgelösten Reaktionen, man könnte sagen Resonanzen, wie Schmerzen, Verspannungen, Blockaden vertrauter als wir denken?
Sind nicht viele Krankheiten auch in unserer herkömmlichen Sprache durch unproportionale Größen, sei es von Zellen, Blutkörperchen, etc. dargestellt. Liegt somit eine harmonikale Störung, eine unharmonische Proportion, ein disharmonischer Klang näher als wir denken? Ist das Gehorchen (hier steckt auch das Hören darin) auf die harmonikalen Gesetze etwa in jeder unserer Zellen verankert und streben wir im Unterbewußtsein somit auch ständig danach, die Harmonie in unserem Körper aufrecht zu erhalten? Ist das Hören, hier im gleichen Maße das Hören nach Innen und nach Außen, deshalb auch von Natur aus mit viel größerer Leistungsfähigkeit ausgestattet als zum Beispiel das Sehen?
Wenn wir den Worten genau lauschen, dann erkennen wir, dass sich diese Theorie nicht nur auf neue Erkenntnisse stützt sondern ein seit jeher integrierter Bestandteil, wenn auch nicht ein bewußt wahrgenommener, des menschlichen Lebens ist. Fragen wir nicht oft: "Wie ist die Stimmung?", sprechen wir nicht von "harmonischen Beziehungen", von Menschen die "zusammenge-hören", "stimmt" dies nicht? Was bedeutet es, dass das Wort Vernunft von Vernehmen kommt, also einem Hörvorgang?
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2.2. Klang und Information
Die natürliche Gesetzmäßigkeit von Intervallen, die Information zum harmonischen Zusammenklang, sind allgegenwärtig in unserem Leben. Und dennoch ist der Wert dieser Information, zugleich mit der Bedeutung des Hörens gegenüber dem Sehen in den letzten Jahrhunderten immer mehr in den Hintergrund gerückt. So sehr, dass wir uns an diese harmonikalen Grundgesetze nicht mehr, oder nur mehr lückenhaft erinnern können.
Das Abhandenkommen dieser Information hat auch bewirkt, dass es uns nicht mehr berührt, wenn wir Disharmonisches zusammenführen. Dies gilt für alle Bereiche unseres Lebens und betrifft sehr oft auch den Umgang mit unserem eigenen Leben, mit unserem eigenen Körper. Oft schaffen wir uns selbst die Umgebung, in der unser Körper nicht harmonisch mit dem äußeren Umfeld schwingen kann. Auch die menschlichen Eingriffe in die Natur, die moderne Landwirtschaft und der Städtebau, um nur einige Beispiele zu nennen, zeugen mehr und mehr vom verlorenen Selbstverständnis harmonischer Strukturen. Dass sich dies natürlich auch im sozialen Gefüge einer Gesellschaft und somit in der sozialen Umgebung jedes einzelnen auswirkt, braucht man kaum zu erwähnen.
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2.3. Naturklang und Einklang
Wir haben schon gehört, dass alles Leben in der Natur ihren eigenen Klang hat. Wenn man sich nun eine Bergwiese im Frühsommer vorstellt, mit ihren Tausenden von Halmen und Gräsern die da wachsen und jede dieser Pflanzen hat ihren eigenen Klang. Und während sie wachsen, verändert sich ihr Klang. Hier erklingt eine Symphonie mit Millionen von Stimmen, der Gesang des Lebens schlechthin und die harmonikale Information wird spürbar, erlebbar. Und jeder dieser Klänge trägt die Information des Ganzen, jeder Klang beinhaltet bereits auch alle anderen Klänge. So ist die Fülle der Klänge zugleich Einklang.
Klangbilder wie das soeben beschriebene, bieten Möglichkeiten, uns zu erinnern. An die eigene Vielzahl von Klängen in uns, an die harmonischen Gesetze des Lebens, an den Einklang. So einfach und reduziert dieses Prinzip der Harmonie auch klingen mag, umso diffiziler und verworrener sind die Auswirkungen, wenn es zu wenig beachtet oder in den Hintergrund gestellt wird. Schmerzen, Blockaden, Angst, Depression, Probleme in der Kommunikation und Sprache, motorische Störungen, fast endlos lässt sich diese Aufzählung erweitern.
So beginnt die Suche nach dem Klang des Lebens, die Suche nach dem Unbekannten, das uns dennoch vertraut ist...
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3. Die Klangkörper Therapie
3. 1. Heilen mit Klängen
Wenn bei einem Menschen Disharmonien im Körper, aber auch im seelischen oder geistigen auftreten, gibt es die Möglichkeit, durch Klänge ein Erinnern zu ermöglichen. Schon das Wort Er-innern besagt, dass es sich hier um einen Prozeß des inneren Hörens handelt. In den Upanischaden steht, dass der innere Klang nur durch den äußeren Klang offenbar wird. Wenn wir zu den Klängen um uns im disharmonischen Verhältnis stehen, dann kann es also auch in unserem Inneren nur schwer Harmonie geben.
Hier wird nochmals das schon erwähnte Transzendieren unseres Hörorgans deutlich. Schafft man nun eine Möglichkeit, in der sich der Körper, die Seele und der Geist wieder an die harmonikalen Gesetze erinnern können, dann wird es möglich, Disharmonien aufzulösen.
Hat nun dieses "Erinnern" stattgefunden, und die Harmonie in Körper, Geist und Seele ist wieder hergestellt, dann führt dies dazu, und dieser Prozeß kann schon während des Erinnerns beginnen, dass man wieder Vertrauen erlangt. Vertrauen in sich selbst, in die innere Sprache unserer Seele und unseres Körpers. Man wird Abstand von Klängen nehmen, und wir wissen ja das jegliches Leben seinen eigenen Klang hat, mit denen wir in Disharmonie stehen, um so eine neue, bessere Basis für harmonisches Leben schaffen. Wenn wir im harmonischen Einklang stehen, haben wir Zugang zu allen Informationen, allen Schwingungsebenen und sind als souveräner "Klangkörper" integriert in den Klang des Lebens.
Wir können dann auch unsere intuitive schöpferische Funktion, unser kreatives Vermögen zu Kom-ponieren, zusammenzu-fügen, wahrnehmen und Ausdruck unserer Kreativität und Einzigartigkeit werden lassen, was uns ermöglicht, Disharmonien in uns durch Harmonien zu ersetzen, im weiteren Sinne uns selbst zu heilen.
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3. 2. Über die Klangbilder
Die in der Klangkörper Therapie verwendeten Klänge haben wir Klangbilder genannt. Hier steckt das Ohr aber auch das Auge darin, denn es geht hier nicht um die Verdammung des Sehens sondern um das Wiederherstellen der harmonischen Proportionen.
Noch gibt es Orte, wo die Welt Klang sein kann. Natur, von Menschenhand noch nicht manipuliert und in disharmonische Ordnungen gezwungen. Hier kann der Klang des Lebens noch in seiner ganzen Fülle, im Einklang, schwingen. Dies sind Orte voll Information über das Wachsen und Werden, über Veränderung und Wandel, über Kommen und Gehen und über das harmonische Zusammenführen, das Leben schafft und erhält.
Die Klänge solcher Orte haben wir aufgenommen und diese werden für die Klangkörper Therapie eingesetzt. Im Bewußtsein, dass die Aufnahme der ganzen Fülle unmöglich ist, finden sich dennoch eine unendliche Anzahl von Klängen auf diesen Aufnahmen wieder, hörbar und unhörbar, im harmonischen Zusammenklang. Wie eine unendlich große Bibliothek eröffnen uns diese Klänge Möglichkeiten, uns jene Informationen, jene Schwingungen zu erschließen, die wir gerade benötigen, um Disharmonien zu erkennen, zu verstehen und zu harmonisieren. Auch die Information und Schwingung einer einzelnen Pflanze kann helfen uns zu Erinnern, hier jedoch eröffnet sich ein Weg, ein tiefes Verständnis auch über die Herkunft, das Wachsen, die Umgebungsklänge, man könnte sagen, über den ganzen Akkord, zu erlangen.
Nur der Klang, der den natürlichen Gesetzen der Harmonie gehorcht, kann helfen, sich zu er-innern. Der Klang des Lebens als schöpferische Kom-position.
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3. 3. auf-hören
Wir haben es bereits gehört, dass uns die Harmonie der Klänge, das Gehorchen auf die harmonikalen Gesetze, zu unserer Intuition und Kreativität führt. Dies möchte ich auch an den Beginn der Klangkörper Therapie stellen. Hilfe wird dann möglich, wenn wir lernen aufzu-hören. Wenn wir die Harmonien und Disharmonien eines Menschen erkennen, erfühlen können, zu ihnen auf-hören können, werden wir ein guter Begleiter sein, auf dem Weg der Erinnerung, der Harmonisierung, der Heilung.
Für die Umsetzung der Klangkörper Therapie gibt es natürlich gewisse Hilfsmittel, die es dem Betreuer, dem Arzt, dem Therapeuten, dem Begleiter ermöglichen, sich als Person im Ablauf der Therapie zu reduzieren (siehe nächsten Punkt). Auch stellen wir Information zu den einzelnen Klangbildern, die zum Einsatz kommen, zur Verfügung und sind stets bemüht, immer wieder neue Erkenntnisse und Erfahrungen weiterzugeben. Selbstverständlich haben wir immer ein offenes Ohr für Fragen, dies brauche ich nicht zu erwähnen. Dennoch ist es stets auch die eigene Intuition, die eigene Offenheit des Begleiters, aufzu-hören, die einen Erfolg ermöglichen.
Die Anwendungsmöglichkeiten der Klangkörper Therapie sind vielfältig. Wir wissen bereits von Tomatis, dass Spannungen im Körper, Verkrampfungen oder Schlaffheit, Muskeltonus, Haltung, Motorik und Feinmotorik vom Ohr kontrolliert werden. Von den verschiedenen Blütentherapien gibt es ebenfalls unzählige Anwendungsgebiete, speziell auch im seelischen und geistigen Bereich. Generell gilt, dass die Klangkörper Therapie keinerlei negativen Erscheinungen auslösen kann und auch in Bezug auf die Anwendungsmöglichkeiten stellen Kreativität und Intuition einen wichtigen Faktor dar.
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3. 4. das Erstellen von Hörbildern
Die Harmonie des Ganzen ist für uns nicht nur im Bezug auf Klänge sondern auch im Umgang mit Therapieformen wichtig. Die Philosophien verschiedener Therapien lassen sich harmonisch verbinden und somit eröffnen sich zu Beginn des Erarbeitens von Hörbildern viele Möglichkeiten.
Der Begleiter hat eventuell, wenn er Arzt oder Therapeut ist, Probleme lokalisiert, bereits eine Diagnose erstellt, eine Auswahl von Blütenessenzen gemeinsam mit dem Hilfesuchenden getroffen, in einer Form also schon aufge-hört. Am Anfang steht aber auf jeden Fall auch hier das Wort, der Ton, der Klang. Der Klang der Stimme des Hilfesuchenden kann uns ja schon viel aufzeigen und wenn wir unserer Intuition und unserem Gefühl Folge weisen, werden wir einiges über vorhandene Disharmonien erfahren, was sich im Weiteren bestätigen wird.
Zu jedem zur Klangkörper Therapie gehörenden Klangbild gibt es eine Karte, die ein Aquarell zeigt, dass auch auf den Hüllen der einzelnen CDs zu finden ist. Diese Karten stellen ein bereits erwähntes Hilfsmittel dar, um getroffene Diagnosen zu bestätigen, und die Intuition und das Unterbewußte des Hilfesuchenden zum Erstellen des Hörbildes zu integrieren. Die Karten werden nun offen ausgelegt und der Hilfesuchende (man kann natürlich auch vom Patienten oder vom Fragenden sprechen) zieht eine Karte seiner Wahl. Diese Karte, die auf Grund der Bilder, die sie zeigen ausgewählt wurde, beschreibt die bewusste Seite. Das will heißen, die Probleme, Blockaden, Störungen in Körper, Geist oder Seele, die dem Fragenden bewußt sind, die er kennt. Es gibt natürlich auch immer eine unbekannte Seite, deren Herkunft, Hintergründe und Folgewirkungen wir nicht wahrnehmen oder wahrnehmen wollen. Auch kann es von ein und der selben Disharmonie eine bekannte und unbekannte Seite geben. Diese unbekannte, unbewußte Seite kann auch mittels der Karten bestimmt werden. Dazu werden die Karten jedoch mit dem Bild nach unten ausgelegt und der Hilfesuchende wählt eine Karte aus, ohne deren Bild zu sehen.
Nun sind zwei Karten gewählt, und wichtige Aspekte ins Licht gerückt worden. Der Begleiter hat nun die Möglichkeit, noch eine weitere oder auch mehrere zusätzliche Klangbilder hinzuzufügen. Dies kann auf Grund von Erfahrungen aber auch intuitiv geschehen. Die zwei gezogenen Klangbilder sollten jedoch durch ein weiteres von einander beim Hören getrennt werden, damit für den Hilfesuchenden der Zugang zur Herkunft und den Hintergründen der Disharmonie(n) leichter fällt.
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3. 5. das Hören
Durch das Hören der gewählten Klänge bekommt der Hörer nun die Möglichkeit, die Herkunft oder die auslösenden Hintergründe der Disharmonien und Blockaden zu erfühlen, man könnte sagen "er-hören". Die unendliche Anzahl von Klängen kann nun Hilfe geben und als Bibliothek dienen, um die benötigte Information zu erlangen, damit wir unseren Körper, Geist und Seele wieder zur Harmonie führen können und Vertrauen in uns selbst erlangen, geheilt zu werden.
Wenn der Hörer sich nur schwer an die intensiven Geräusche des Klangbildes gewöhnt, kann am Beginn der Klangkörper Therapie mit einer Horchzeit von 10 bis 15 Minuten begonnen werden. Mit Fortlauf der Therapie können die Horchzeiten verlängert werden. Nun sollte das Klangbild täglich gehört werden bis der Hörende den Wunsch hat, andere Klänge zu hören oder einfach einige Tage zu pausieren. Manche menschen hören das persönliche Klangbild über Monate (z. Bsp. bei Tinnitus) andere wieder fühlen sich schon nach wenigen Tagen so wohl, dass sie ganz auf das Horchen der CD vergessen.
Das Hören findet mittels Kopfhörer statt, in einer, für den Hörer angenehmen Lautstärke. Ein Sessel, der zur anatomisch richtigen Sitzhaltung animiert oder eine nicht zu weiche Liege sollen gewährleisten, dass die Klangaufnahme und die Verteilung der Schwingungen im Körper bestens erfolgen kann.
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3. 6. Anwendungsbereiche
Die Möglichkeiten, die man über das Horchen von den erwähnten Naturklängen erhält, sind vielseitig. Aus den Forschungen von Alfred A. Tomatis erfahren wir: für jegliches Wachstum - für jegliche Entwicklung benötigen wir Impulse, die wir nur über das Horchen erhalten können.
Anwendungsbereiche:
Aufhorchen - auf die innere Stimme horchen lernen
Tinnitus - Verbesserung durch aktivieren der äußeren Wahrnehmung
Ängste & Blockaden - sich als integrierter Teil zu erfahren
Motorik & Feinmotorik - stimulieren über Luft- und Knochenleitung
Verspannungen - jeder Muskel ist mit dem Ohr verbunden
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4. weitere Gedanken
Wenn das Hören nicht mehr dem Sehen untergeordnet ist, werden wir neue, andere Fragen stellen und neue Antworten finden können. Wer sich der harmonikalen Gesetze bewußt ist, wird zum ersten Mal verstehen, was mit Ver-antwortung gemeint ist. In der Stille liegen alle Töne, heißt es in einer asiatischen Philosophie und wenn man diesen Gedanken weiterführt, kommt man darauf, dass jede Frage schon ihre Antwort beinhaltet, wenn man sie hören kann. So wie jeder hörbare Ton auch alle unhörbaren und jeder unhörbare Ton alle hörbaren Töne bereits enthält
Wenn wir das Verständnis für die Harmonie der natürlichen Tonfolge wieder erlangen, sind wir in die schöpferische Vielfalt des Lebens, unseren Ursprung wieder eingebunden. Und wer in seinem Inneren die harmonischen Verhältnisse wieder hergestellt hat, dessen Umfeld wird sich ebenso verändern.
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